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Stuttgart 21 Das Zukunftsprojekt startet
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Projektcountdown
Wochen bis zur Fertigstellung


Die Finanzierungsvereinbarungen sind unterzeichnet, die ersten Vorarbeiten für das weitreichende Bauvorhaben laufen. Stuttgart 21 ist mehr als der neue Durchgangsbahnhof - Stuttgart 21 schafft neuen attraktiven Lebensraum, bietet Stuttgart wichtige wirtschaftliche und städtebauliche Chancen und leitet die Landeshauptstadt in die Zukunft.

Das neue Herz Europas - schnellere Verbindungen ins In- und Ausland

Mit der Einbindung ins europäische Bahnnetz wird das Motto des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm Programm: Stuttgart rückt durch den Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz ins "Herz Europas". Als Schnittpunkt zweier wichtiger Magistralen des Schienenverkehrs - von Paris nach Wien und Bratislava (West-Ost) und von Rotterdam nach Genua (Nord- Süd) - wird Baden-Württemberg zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt. Stuttgart und die gesamte Region gewinnen durch diese Einbindung einen entscheidenden Standortvorteil.

Bahnstrecken für Stuttgart und Europa

Die Magistralen sind Teil des Transeuropäischen Netzes, ein von der EU-Verkehrspolitik geplantes Hochgeschwindigkeitsnetz, das sich durch modernste Technologie und hohe Leistungsfähigkeit auszeichnet und als Verbindung der Zentren Europas die europäische Wirtschaft stärken soll. Hauptziel ist es, die europäische Integration in der größer werdenden EU zu beschleunigen.

Mit Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm wird einer der größten Engpässe der Magistrale beseitigt und der Schienenverkehr der Landeshauptstadt komplett neu geordnet. Der Personen- und Warenverkehr wird nach Fertigstellung des Bahnprojektes die Ballungszentren entlang der Strecke noch schneller und reiblungsloser verbinden. Das bedeutet auch attraktivere, deutlich verkürzte Fahrzeiten für Reisende: In viereinhalb Stunden nach Mailand, in eineinhalb nach München-City.

Die Strecke Stuttgart-Ulm ist bereits jetzt aufgrund ihrer wichtigen regionalen und überregionalen Verbindungen einer der besonders stark frequentierten Abschnitte im Netz der Deutschen Bahn, im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm wird die Strecke zukunftsfähig gemacht. Rund 60 Kilometer neue Bahnstrecke werden bei der Umgestaltung des Stuttgarter Bahnknotens entstehen, davon rund 30 Kilometer als Hochgeschwindigkeitsstrecke von Stuttgart-Feuerbach nach Wendlingen.

Eine der zentralen Baumaßnahmen: Der Fildertunnel vom Hauptbahnhof zur Messe. Der Tunnel ist beinahe zehn Kilometer lang und bindet Flughafen und Messe an die Innenstadt an.

Von Wendlingen nach Ulm

Mit der zweigleisigen Neubaustrecke Wendlingen-Ulm entsteht eine exklusive Route für den schnellen Zugverkehr: Dank mehrerer Tunnel und einer Brücke über das Filstal können die ICE-Züge die Strecke über die Schwäbische Alb künftig fast durchgehend mit Tempo 250 bewältigen. Um die Landschaft zu schonen und überflüssige Einschnitte zu vermeiden, soll die neue Trasse größtenteils parallel zur A8 verlaufen. Südlich der Autobahn mündet die Strecke zuerst in den Albvorlandtunnel. Bis zum Albaufstieg verläuft sie anschließend parallel zur A8, nach Aichelberg dann hauptsächlich unterirdisch: Rund 14 Kilometer Tunnel, unterbrochen von einer Talbrücke über das Filstal, müssen die ICE-Züge hinter sich lassen, bis es wiederum eng gebündelt mit der Autobahn oberirdisch nach Dornstadt weitergeht. Dort schwenkt die Neubaustrecke von der Autobahn ab und führt im Albanstiegstunnel bis nach Ulm, wo die Trasse von Norden an die bestehenden Gleise anschließen wird.

Das Projekt Neu-Ulm 21 ist bereits abgeschlossen: Neu-Ulm profitiert durch die neue Tieflage des Bahnhofs und die Reduktion der Gleise von 16 auf vier von weniger Lärm, neuen Grünflächen und mehr attraktivem Raum für Handel, Wohnen und Arbeiten.

Herausforderung: Die Baulogistik

Für ein Projekt dieser Größenordung ist ein maßgeschneidertes Logistikkonzept notwendig. Immerhin müssen mehrere Millionen Kubikmeter Baumaterialien und Abraum transportiert werden. Entlang der Neubaustrecke kann der Abtransport über die Autobahn erfolgen - im innerstädtischen Bereich ist dies komplizierter: Hier ist für die LKW ein unabhängiges Baustraßensystem auf dem Bahngelände vorgesehen. So soll der Straßenverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden. Als Logistikflächen sind ein zentraler Umschlagplatz am Nordbahnhof, sowie Flächen im Teilgebiet A1, entlang der Cannstatter Straße und direkt an den Baustellen angedacht.

Die Vorarbeiten laufen...

Bereits Ende 2008 begannen erste Erkundungsbohrungen im Bereich des Schlossgartens: Vor Beginn der Bauarbeiten zu Stuttgart 21 muss die Deutsche Bahn AG in Messreihen die Qualität und Quantität des Grundwassers dokumentieren. Die gutachterlich bestätigten Ergebnisse aus insgesamt fünf Bohr- und Erkundungsprogrammen bilden die Basis für ein aufwendiges Grundwassermanagement. 80-90 Messstellen werden während der Baumaßnahmen permanent den Grundwasserstand überwachen und die Entnahme hydrochemischer Proben ermöglichen. So können bei Abweichungen und Veränderungen während des Bauablaufs frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um den Schutz des Grundwassers sicherzustellen.

Neue Bahnhöfe in und um Stuttgart

Elementarer Bestandteil des Gesamtprojektes sind die neu entstehenden Bahnhöfe - allen voran natürlich die Umwandlung des heutigen Hauptbahnhofs. Aber auch der neue Bahnhof Flughafen/Messe spielt eine wichtige Rolle für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Stuttgart. Eine neue S-Bahn-Station und ein neuer Abstellbahnhof bedeuten weitere wichtige Verbesserungen des innerstädtischen Verkehrsnetzes

Der neue Hauptbahnhof

Der heutige Kopfbahnhof verfügt zwar über 17 Bahnsteigkanten, aber nur fünf Streckengleise, die tatsächlich in den Kopfbahnhof führen - Fahrstraßenkreuzungen im Gleisvorfeld schränken die Verfügbarkeit der vorhandenen Gleise ein. Die Züge behindern sich gegenseitig in ihren Fahrwegen. Mit dem Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs - zentraler Baustein des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm - wird sich dies ändern: Im circa 12 Meter tiefergelegten, um 90 Grad gedrehten Durchgangsbahnhof mit acht Gleisen können nach Fertigstellung weit mehr Züge ein- und ausfahren, die S-Bahn-Gleise dienen dann nur noch dem S-Bahn-Verkehr.

Der Architektur-Entwurf zum neuen Durchgangsbahnhof ist mittlerweile über zehn Jahre alt und hat doch nichts von seiner Aktualität verloren. Die Pläne für die Neuinterpretation sind das Ergebnis eines Architekturwettbewerbes, den das Architekturbüro Ingenhoven, Overdiek und Partner, beraten durch den Stuttgarter Architekturprofessor Frei Otto, für sich entschied: Der Entwurf erfüllt nicht nur die verkehrstechnischen Anforderungen, sondern fügt sich mit seinem innovativen Design auch ideal in Stuttgarts Topographie ein.

Das historische Bahnhofsgebäude, der Bonatzbau (erbaut 1914-1927, Bonatz & Scholer), bleibt mit seiner großen Halle, den Arkaden und dem Turm erhalten, nur die Seitenflügel müssen weichen. Der Bonatzbau wird als charakteristisches Entrée mit dem neuen Bahnhof verbunden. Er behält seine Funktion als Empfangsgebäude und wird den neuen Erschließungsebenen angepasst. Neben diesem denkmalgeschützten Gebäude wird der neue Stuttgarter Hauptbahnhof von einer hochmodernen Verkehrsstation geprägt - auf drei Ebenen. Wo heute Züge ein und ausfahren, soll zukünftig Gastronomie zum Verweilen und Rasten einladen. Der Hauptzugang zu den Bahnsteigen und den damit verbundenen Einrichtungen wird eine Ebene tiefer liegen und durch Zu- und Ausgänge direkt mit Bahnhofsturm, Königstraße und den neuen Stadtquartieren verbunden sein. Die vier Bahnsteige selbst befinden sich auf unterster Ebene. Die Bahnsteighalle wird mit einem Betonschalendach gewölbeartig überdeckt werden, das mit Lichtaugen durchsetzt ist. Diese sollen natürliches Tageslicht auf die Bahnsteige lenken, die helle Unterseite der Schalendecke wird bei Dunkelheit als Reflexionsfläche für die künstliche Beleuchtung dienen. Die Oberseite des Dachs soll urbaner Treffpunkt werden:

Der Straßburger Platz wird den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und den Bonatzbau mit dem neuen Stadtteil verbinden und soll alte und neue Bebauung harmonisch zusammenfügen und die Innenstadt und die innenstädtischen Schlossgartenanlagen eng miteinander verflechten.

Nicht umsonst wurde dem Projekt der "Holcim-Award" für nachhaltige Bauprojekte verliehen: Die neue Bahnsteighalle benötigt keine zusätzliche Energiezufuhr und ermöglicht durch eine Kombination aus Erdwärme und den kühlen Luftströmen des einfahrenden Zugverkehrs eine natürliche Raumklimatisierung. Um Raum für den Bau des neuen Durchgangsbahnhofs zu schaffen, müssen die Haltepunkte der Züge zu Beginn der Maßnahmen um rund 120 Meter nach Nordosten verschoben werden. Vom Bonatzbau werden Verbindungsstege zum provisorischen Querbahnsteig führen. Trotz der Bauarbeiten soll der Bahnbetrieb möglichst ohne große Einschränkungen weiterlaufen.

Dem Hauptbahnhof als Drehscheibe des Fern-, Regional- und Nahverkehrs kommt mit den geplanten Baumaßnahmen und städtebaulichen Entwicklungen der nächsten Jahre eine bedeutende Zentrallage zu, denn die Innenstadt wird sich dank des Europaviertels über den Hauptbahnhof hinaus vergrößern.

Bahnhof Flughafen/Messe

Von der Schiene in die Luft - nur acht Minuten mit dem ICE wird die Fahrt vom Hauptbahnhof in Stuttgart-City zum Flughafen auf den Fildern in Zukunft dauern. Auch die neue Landesmesse und der gesamte Filderraum werden durch den neuen Bahnhof endlich ideal erschlossen. Bis zu 39.000 Reisende werden zu Spitzenzeiten am neuen Bahnhof Flughafen/Messe erwartet. Die Gleise müssen vor dem Bahnhof die Autobahn A8 queren und werden deshalb unter der Erde geführt. Die unterirdische Station soll unmittelbar gegenüber dem Hauptgebäude des Flughafens liegen, die Abflughalle dank einer Verbindungspassage direkt erreichbar sein. Der Stuttgarter Flughafen wird in Deutschland neben Köln/Bonn und Frankfurt/Main der einzige mit direktem Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz sein.

S-Bahn-Station Mittnachtstraße

Die neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße (parallel zur Rosensteinstraße und südlich der Mittnachtstraße gelegen) wird den neuen Stadtteil Rosensteinviertel und das Gebiet zwischen Nordbahnhof- und Rosensteinstraße erschließen. Hier halten alle S-Bahn-Linien. Die Mittnachtstraße soll bis zur neuen S-Bahn-Station und darüber hinaus verlängert werden und die S-Bahn-Station Hauptbahnhof entlasten - rund 20.000 Fahrgäste auf der Fahrt von Feuerbach nach Bad Cannstatt und umgekehrt können sich zukünftig den Umweg über den Hauptbahnhof sparen und stattdessen an der neuen Haltestelle Mittnachtstraße umsteigen.

Neuer Abstellbahnhof in Untertürkheim

Die bestehenden Abstellanlagen am Rosensteinpark werden im Rahmen von Stuttgart 21 wegfallen - daher entsteht auf dem heutigen Gelände des Güterbahnhofs in Stuttgart-Untertürkheim ein neuer Abstellbahnhof, der über das innerstädtische Ringsystem mit dem Hauptbahnhof verbunden sein wird. So können in Stuttgart endende Züge ohne Fahrtrichtungswechsel direkt nach Untertürkheim fahren, um dort gereinigt oder gewartet zu werden. Umständliche Wendevorgänge gehören so der Vergangenheit an.

Städtebau - Visionen für die Zukunft

Stuttgart 21 beinhaltet nicht nur die Neugestaltung des Bahnknotens Stuttgart und des Hauptbahnhofs, sondern macht auch den Weg frei für die städtebauliche Entwicklung zentraler Bereiche in der Innenstadt.

Das Europaviertel

Mit Stuttgart 21 und der damit verbundenen Verlegung der Bahngleise unter die Erde ergeben sich enorme städtebauliche Chancen für Stuttgart. Ein Teil der städtebaulichen Entwicklung ist das Europaviertel auf dem Teilgebiet A1 hinter dem heutigen Hauptbahnhof. Dort wächst derzeit die neue Bibliothek in die Höhe, die als kultureller Mittelpunkt und als erstes öffentliches Gebäude auf dem Gebiet eine wichtige Rolle spielen wird. Auch an den Tunneln der neuen Stadtbahnlinie U 12 wird bereits gebaut - diese wird das entstehende Stadtquartier später ans öffentliche Verkehrsnetz anschließen.

Im Europaviertel soll eine hohe Freizeit- und Lebensqualität einziehen: Bis auf die zentrale Verkehrsachse, die Moskauer Straße, werden sämtliche Straßen und Plätze reine Fußgängerbereiche sein. Weiterer Pluspunkt ist die einmalige Lage: Im Umkreis von 500 Metern liegen Hauptbahnhof, Königstraße und Schlossgarten - auch mit dem Auto ist das Europaviertel über den Cityring leicht zu erreichen. Auf dem 16 Hektar großen Teilstück A1 stehen 465.000 Quadratmeter realisierbare Geschossfläche zur Verfügung. Der Wohnflächenanteil soll 30 Prozent betragen, um das Europaviertel zu einem lebendigen Stadtquartier zu machen.

Besonders attraktiv für Wohnanlagen sind natürlich die Flächen, die direkt an den Mittleren Schlossgarten angrenzen - in dieser einmaligen Lage ist eine hohe Wohnqualität garantiert. Die Bauarbeiten rund ums Europaviertel haben bereits begonnen: 2004 bezog die Landesbank Baden-Württemberg ihre neuen Bürogebäude mit CityTower am Pariser Platz, ein Jahr später wurde das Bürogebäude der SüdLeasing eingeweiht. Und in den nächsten Jahren sollen viele weitere Projekte folgen.

Nördlich des Pariser Platzes, in Zukunft begrenzt von der Osloer, Athener, Kopenhagener und Lissaboner Straße, sollen auf einem 7.500 Quadratmeter großen Gelände die "Pariser Höfe" entstehen: Ein Bürokomplex und über 240 Wohnungen (Wohnanteil: 75 Prozent) sind angedacht. Den Namen prägen - neben dem benachbarten Pariser Platz - die beiden großen Innenhöfe, die viel Platz für Entspannung und Erholung bieten sollen.

Auf dem zukünftigen Stockholmer Platz gegenüber der neuen Bibliothek soll das "Europe-Plaza" gebaut werden. Der Entwurf für den etwa 23 Meter hohen Bau mit heller Natursteinfassade sieht eine Bruttogeschossfläche von 18.500 Quadratmetern vor. Die beiden hohen Erdgeschosse sollen durch Gastronomie und Einzelhandel belebt werden, in den vier Obergeschossen sind Büros vorgesehen. Gekrönt wird der Bau von einem zurückgesetzten Dachgeschoss. Ein etwa 17 mal 40 Meter großer, überdachter Innenhof ist als attraktive Ruhezone angedacht.

An der Heilbronner Straße soll ein weiterer CityTower in rund 60 Meter Höhe wachsen. Ob im Turm aus ineinander verschachtelten Kuben ein Hotel oder Wohnungen entstehen, soll erst entschieden werden, wenn die Bebauung der benachbarten Baufelder feststeht..

Neue Stadtviertel & mehr Park - Die Teilgebiete A2-D

Die Stadt Stuttgart hat Ende 2001 auch die Teilgebiete A2-D von der Deutschen Bahn erworben, auf deren Flächen nach und nach weiterer Raum für Handel, Arbeit und Wohnen geschaffen werden soll. Bis auf das Teilgebiet C1 sind die Gebiete zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bebaubar - erst mit Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs kann die städtebauliche Entwicklung hier vorangetrieben werden.

So ist beispielsweise auf den Arealen A2 und A3, die auf dem heutigen Gleisfeld liegen, hochwertiges "Wohnen und Arbeiten am Park" geplant. Der Wartungs- und Abstellbahnhof wird im Rahmen des Projektes Stuttgart 21 nach Stuttgart-Untertürkheim verlegt. So werden im Teilgebiet B am Rosensteinpark rund 43 Hektar frei. Allein 20 Hektar davon werden die vorhandenen Parkflächen erweitern. Mit den 25 Hektar Fläche der Teilgebiete C1 und C2 kann ein komplett neues Stadtquartier umgeben von Grün entstehen: Das "Rosensteinviertel" soll Wohnraum in zentraler Lage für rund 12.000 Menschen schaffen. Der Städtebauwettbewerb wurde bereits 2005 entschieden. Fortschrittlich: Das Rosensteinviertel soll mit herausragender Architektur sowie hohen Sozial- und Umweltstandards überzeugen.

Mehr Grün in der Innenstadt

Die Verlegung der Bahngleise unter die Erde vermindert nicht nur die Umweltbelastungen in der Innenstadt, sondern schafft auch neuen Platz für Parkanlagen, Grünflächen und urbanes Leben. Bereits heute ist das "Grüne U" ein Markenzeichen Stuttgarts und die darin verbundenen Anlagen als "Grüne Lunge" beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet für Bürger und Besucher Stuttgarts.

Wenn die Gleisanlagen weichen, wird der Park um weitere 20 Hektar wachsen, zu den existierenden Großbäumen kommen rund 5.000 weitere dazu. Nicht nur die Luft wird dadurch verbessert, auch die Lebensqualität in der Innenstadt steigt erheblich. Der Fokus soll auch in den neu entstehenden Wohngebieten auf umweltbewusstem Städtebau liegen - so soll sich die Grüngestaltung beispielsweise auch durch Plätze und Straßen der neuen Quartiere ziehen.

Während des Baus werden die Eingriffe in die Natur möglichst minimal gehalten. Der Bau des neuen Durchgangsbahnhofs macht Eingriffe in den Mittleren Schlossgartenanlagen notwendig. Der entsprechende Grünstreifen zwischen Landespavillon und heutigem Bahnhof wird nach Abschluss der Bauarbeiten renaturiert werden. Die heutige Cannstatter Straße und der Zentrale Omnibusbahnhof werden weichen und Platz machen für eine Ausweitung der attraktiven Parkflächen. Der neue Bahnhof soll optimal in die umliegenden Grünflächen integriert werden.

Auch der Schutz der einzigartigen Stuttgarter Mineralwasserquellen - eines der größten Vorkommen Europas - war und ist oberstes Gebot der Planer: Durch Trassierung der Tunnel werden Eingriffe in den Grund- und Mineralwasserhaushalt von vornherein minimiert, weitere umfangreiche Schutz- und Vorsorgemaßnahmen wurden gemeinsam mit Fachleuten entwickelt. Während der gesamten Bauarbeiten werden die Quellen in Abstimmung mit der Wasserwirtschaftsbehörde überwacht.

Stuttgart 21 - aktueller Stand

Das umfangreiche Projekt wird von der EU, vom Bund, dem Land Baden-Württemberg, der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Verband Region Stuttgart, dem Flughafen Stuttgart und der Deutschen Bahn gemeinsam getragen. Die Finanzierungsvereinbarungen sind unterzeichnet, die Vorarbeiten laufen. Nun sollen baldmöglichst die Hauptbauleistungen starten und den Weg in eine ökonomisch und ökologisch attraktive Zukunft der Region Stuttgart mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Landeshauptstadt ebnen.

Die vier Projektpartner Deutsche Bahn AG, Land Baden- Württemberg, Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart haben für dieses wichtige Projekt seit September 2009 ein eigenes Kommunikationsbüro eingerichtet unter der Leitung von Wolfgang Drexler, MdL und Landtagsvizepräsident, als Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm. Das Kommunikationsbüro ist erreichbar unter der Telefonnummer 0711 21321200 oder unter info@bahnprojekt-s-ulm.de.
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